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Upload + Tagging

Hinweis vorab: Ein klassisches Mehrfach-Tag-System („mehrere Schlagworte pro Asset") gibt es in der Mediathek nicht (mehr). Organisation läuft heute über drei Mechanismen: Ordner (Baum-Struktur), ein optionales Label (einzeiliger Anzeigename pro Asset) und die Kind-/Quelle-Filter in der Liste. Dieses Kapitel zeigt dir den kompletten Weg von der Datei auf deiner Platte bis zum einsatzbereiten Asset.

Upload

Unter /dashboard/media ziehst du Dateien in den gestrichelten Upload-Bereich oben oder klickst darauf, um den Datei-Dialog zu öffnen. Mehrere Dateien gleichzeitig sind möglich, sie laufen nacheinander durch die Job-Liste. Für jede Datei siehst du live:

  1. Fortschrittsbalken während des Uploads.
  2. Nach Abschluss: Kind-Erkennung anhand der Dateiendung (z.B. .mp3 → 🔊 Sound), Dateigröße und ein Toast ✓ "<Name>" hochgeladen · <Kind> · <Größe>.
  3. Bei größeren Video-/Audio-Dateien läuft im Hintergrund die Probe (Format-/Metadaten-Erkennung über ffprobe) weiter — das Asset erscheint schon in der Liste, Metadaten wie Dauer/Auflösung tröpfeln kurz danach nach.

Es gibt keinen URL-Import (kein „füge eine externe URL ein, Chatlix lädt sie serverseitig herunter") — jeder Upload läuft über eine tatsächliche Datei aus dem Dateisystem oder Drag-and-drop.

API-Pendant: POST /v1/media/upload als multipart/form-data mit Feldern file (binär), type (image oder sound — Pflichtfeld, muss zur Datei passen), optional kind (z.B. gif, video, stinger, transition — steuert nicht nur die Anzeige-Kategorie: die asynchrone Probe-Validierung nach dem Upload prüft anhand von kind, ob Audio-/Video-Spur vorhanden sind, z.B. no_audio_stream bei Kind sound ohne Audiospur) und optional label.

Welche Dateien werden akzeptiert?

Kurzfassung — Details und Plan-Limits stehen im Kapitel Media Library Grundlagen:

  • Bilder: PNG, JPG/JPEG, WebP, GIF, AVIF, APNG.
  • Video: MP4, WebM, MOV, M4V.
  • Audio: MP3, WAV, OGG, OGA, OPUS, AAC, FLAC, M4A.
  • Maximale Dateigröße pro Upload richtet sich nach deinem Plan (Free 5 MB, Starter 10 MB, Creator 30 MB, Pro 100 MB, Team 200 MB) sowie einer technischen Server-Obergrenze von 20 MB.

Label statt Dateiname

Beim Upload wird der Original-Dateiname übernommen und in der Liste als Fallback angezeigt. Du kannst zusätzlich (oder alternativ) ein Label setzen — Klick auf den Stift-Button/den Namen im Grid öffnet ein Eingabefeld, max. 120 Zeichen, führende/folgende Leerzeichen werden getrimmt. Ist das Label leer, zeigt die Liste weiterhin den Original-Dateinamen. Das Label ist rein kosmetisch (Anzeige + Suche), ändert aber nicht die Datei selbst.

Empfehlungen für Labels/Dateinamen:

  • Beschreibend statt generisch: Airhorn laut statt sound1.
  • Konvention pro Zweck, z.B. Alert Follow, Alert Sub — dann findest du verwandte Sounds beim Tippen in der Suche sofort wieder.
  • API-seitig kannst du das Label direkt beim Upload mitschicken (label-Feld) statt es nachträglich zu setzen.

Ordner anlegen und verwenden

Unterhalb der Filterleiste findest du die Ordner-Chips, beginnend mit „Alle" und „📥 Ohne Ordner". Über + Neuer Ordner legst du einen Ordner an (er wird als Unterordner des aktuell aktiven Ordner-Filters angelegt, falls du gerade in einem Ordner stehst). Ordner lassen sich:

  • Umbenennen über das Kontextmenü am Ordner-Chip.
  • Löschen — du bekommst vorher die Warnung, dass enthaltene Dateien nach „Ohne Ordner" zurückwandern; sie werden dabei nicht gelöscht.
  • Verschachteln bis maximal 8 Ebenen tief. Ein Verschieben, das einen Zyklus erzeugen würde (Ordner in seinen eigenen Unterordner schieben), wird serverseitig blockiert.

Assets verschiebst du über den „Verschieben"-Button am Asset (Ordner aus Dropdown wählen) — es gibt kein Drag-and-drop von Assets auf Ordner-Chips.

Filtern und Suchen

Die Filterleiste bietet drei unabhängige Filter, die sich kombinieren lassen:

  • Kategorie (eigentlich Kind): Alle, Bilder, Sounds, GIFs, ⚡ Stinger, 🎬 Video, 🌀 Transitions.
  • Quelle (Origin): Alle, „Chatlix-generiert" (TTS/SFX aus dem Audio Studio) oder „Extern" (von dir hochgeladen).
  • Freitext-Suche: durchsucht Label und Original-Dateiname (keine Volltextsuche über Tags, da es keine gibt).

Sortierung ist ebenfalls wählbar (z.B. nach Name oder Datum). Alle Filter zurücksetzen räumt Kind-, Such- und Ordner-Filter in einem Klick auf.

Metadaten prüfen

Im Detail-/Vorschau-Bereich eines Assets siehst du nach dem Probe-Lauf: Kind, Dateigröße, Dauer (bei Audio/Video, als mm:ss), Storage-Backend (☁ Cloud bei Wasabi) und relative Upload-Zeit (z.B. „vor 3 Tagen"). Ein grüner Haken zeigt „Bereit zur Verwendung" — das Asset ist vollständig verarbeitet und in Automations/Overlays auswählbar.

Bleibt ein Asset ohne Haken/ohne Dauer hängen, ist die Probe fehlgeschlagen oder läuft noch in der Job-Queue (MediaJobQueue/MediaJobProcessor). Lade die Seite neu; hält sich das Problem, ist die Datei vermutlich technisch beschädigt oder in einem Nicht-Standard-Encoding (z.B. ein MP4 mit exotischem Codec, der nicht auf der Codec-Whitelist steht — erlaubt sind Video h264/hevc/vp8/vp9/av1 und Audio aac/mp3/opus/vorbis/flac/pcm). Re-encode die Datei (z.B. mit ffmpeg auf H.264/AAC bzw. MP3) und lade sie erneut hoch.

Häufige Upload-Fehler

  • free_storage_full / storage_full — Speicher-Kontingent voll. Alte Assets löschen oder Plan upgraden.
  • free_video_blocked — Free-Plan erlaubt keine Video-Uploads. Ab Starter freigeschaltet.
  • free_upload_too_large / upload_too_large — Datei größer als dein Plan-Limit pro Upload. Komprimieren oder Plan upgraden.
  • extension_not_allowed / mime_not_allowed — Format nicht in der Whitelist (z.B. AVI, MOV mit exotischem Codec, WEBA, AIFF). Konvertier zu MP4/WebM (Video) bzw. MP3/OGG/WAV (Audio).
  • extension_denied / mime_denied — SVG/HTML/XML/JS wurde erkannt. Diese Formate sind aus Sicherheitsgründen komplett gesperrt, auch mit umbenannter Endung — das Backend prüft die echten Magic-Bytes.
  • file_too_large — technisches Server-Limit (20 MB) überschritten, unabhängig vom Plan.

Alle Ablehnungen liefern zusätzlich eine erklärende Diagnose zurück (erkannte Endung, erkannter MIME-Typ, erlaubte Alternativen) — bei Rückfragen an den Support hilft es, diese Details aus der Fehlermeldung mitzuschicken.

Asset entfernen

Über den Löschen-Button am Asset öffnet sich ein Bestätigungsdialog mit Vorschau, Label/Dateiname, Kind und Größe. Wichtig: Die Mediathek prüft beim Löschen nicht, ob das Asset noch in einer Automation, einem Overlay oder einem Alert referenziert wird — es gibt (Stand jetzt) keine Verwendungs-Warnliste. Löschst du ein Asset, das noch aktiv verwendet wird, bleibt die Referenz an der Automation/dem Overlay bestehen, zeigt dort aber ins Leere (der Sound spielt schlicht nicht mehr ab bzw. das Bild verschwindet). Prüf vor dem Löschen selbst kurz in Automations, Alerts und im Pro Editor, ob das Asset noch gebraucht wird.

Technisch ist das Löschen ein Soft-Delete: Die Datei verschwindet sofort aus deiner Mediathek-Ansicht und aus allen Auswahl-Listen, das physische Objekt im Storage wird aber erst zeitversetzt von einem Cleanup-Prozess entfernt (bei Cloud-Storage aus Kostengründen, wegen Mindesthaltefristen). Für dich als Nutzer bedeutet das: Es gibt keine Wiederherstellung über die Oberfläche. Bei wichtigen Master-Assets lohnt sich ein lokales Backup.

Verwandte Kapitel

  • Media Library Grundlagen — Formate, Plan-Limits, Sicherheit, Speicherung.
  • Media in Action verwenden — wie du hochgeladene Assets in Automations, Overlays und Alerts einsetzt.