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Firewall + Antivirus

Chatlix Connect und Game-Watcher brauchen Netzwerk-Zugriff und lokal offene Ports. Auf einem typischen Windows-Rechner funktioniert das ohne Konfiguration. Wenn du eine restriktive Firewall, ein Corporate-Netz oder eine besonders empfindliche Antivirus-Konfiguration hast, gibt es ein paar Stellschrauben.

Ausgehende Verbindungen

Die Tools sprechen mit:

ZielPortZweck
api.chatlix.app443 (HTTPS)REST-API, Auth, Config
ws.chatlix.app443 (WSS)Live-Events, Reward-Trigger, Status, OBS-RPC-Weiterleitung ans Dashboard
chatlix.app (Downloads)443Update-Prüfung, manueller Download neuer Versionen

Alles geht über TCP 443 (HTTPS / WSS). Wenn dein Netzwerk Port 443 ausgehend erlaubt — was Standard ist —, musst du nichts tun. Kein Port 80, kein UDP.

Lokale Verbindung zu OBS (korrigiert/ergänzt)

Diese Seite hatte bisher keinen eigenen Abschnitt zu OBS — dabei ist das der wichtigste lokale Verbindungspunkt neben den reinen Web-Bridges. Connect verbindet sich lokal zu OBS über dessen eingebauten OBS-WebSocket-Server:

  • Standard-Port ab OBS 28: 4455 (in OBS: Werkzeuge → WebSocket-Server-Einstellungen).
  • Legacy-Plugin vor OBS 28: Port 4444 — funktioniert mit Connect nicht zuverlässig (v4-Protokoll, keine v5-Authentifizierung). Empfehlung: OBS auf 28+ aktualisieren.
  • Connect versucht beim Setup automatisch beide Standardports auf 127.0.0.1 (Auto-Discovery, ca. 60 Sekunden Wartefenster) — du musst Host/Port in der Regel nicht manuell eintippen.
  • Diese Verbindung bleibt rein lokal (localhost zu localhost), sie geht nie übers Netzwerk und braucht daher keine Firewall-Freigabe zwischen Geräten. Eine Windows-Firewall-Regel kann trotzdem beim allerersten Start auftauchen, weil Connect selbst einen Netzwerk-Listener öffnet (siehe unten).
  • Bei manueller Konfiguration oder mehreren OBS-Instanzen auf demselben PC: Port im Connect-Setup-Wizard oder in connect.json unter modules.obs.port eintragen.

Lokale Ports der Zusatz-Tools (korrigiert)

Die bisherige Angabe „Port 9876" für den Standalone-Game-Watcher war falsch. Tatsächlich nutzt der Game-Watcher zwei getrennte lokale Ports, beide nur an 127.0.0.1 gebunden — andere Geräte im Netz können nicht direkt zugreifen:

PortZweck
9878Lokale Bridge für LAN-Geräte wie WLED-Lichter — der Browser (Dashboard) spricht diese Bridge an, die Bridge reicht Befehle ins lokale Netz weiter.
9877Mod-Bridge für Spiel-Mod-Integrationen (z. B. Landwirtschafts-Simulator-Mods, die eigene lokale Events senden).

Optionales Web-UI des Standalone-Game-Watchers: Startparameter --web --web-port=<N> beim Aufruf von chatlix-game-watcher.exe start — ohne --web-port nutzt es den fest einprogrammierten Standardport 9876, du kannst ihn per --web-port=<N> überschreiben.

Wenn einer der Bridge-Ports belegt ist (z. B. von einem anderen Tool):

  1. In der Config (config.json im Programmordner bzw. %APPDATA%\chatlix-game-watcher\config.json) den Bridge-Port anpassen.
  2. Game-Watcher neu starten.

Die GUI-Variante (Game-Watcher Desktop, Electron) braucht keinen zusätzlichen lokalen Port für die eigene Oberfläche — sie kommuniziert intern mit dem eingebetteten Watcher-Prozess.

Windows-Firewall

Bei der allerersten Verbindung fragt Windows unter Umständen:

Windows-Firewall hat einige Funktionen dieser App blockiert. Zulassen?

Klick auf « Zugriff zulassen » für Privat (nicht öffentlich). Das reicht in aller Regel.

Falls du das versehentlich abgelehnt hast: Systemsteuerung → Windows Defender Firewall → Erweiterte Einstellungen → Eingehende und Ausgehende Regeln → suche nach ChatlixConnect / chatlix-game-watcher, doppelklick, Zulassen aktivieren. (Die vorherige Version dieser Seite erwähnte nur ausgehende Regeln — die lokale WLED-/Mod-Bridge kann je nach Windows-Profil auch eine eingehende Regel für localhost-Verbindungen brauchen.)

Im restriktiven Firmennetzwerk brauchst du nur ausgehend *.chatlix.app:443 freigeschaltet. IPs nicht hardcoden — sie ändern sich.

Antivirus / SmartScreen

Ob ein konkreter Build signiert ist, kann je nach Release-Stand variieren — Code-Signing ist im Connect-Installer als optionales, jederzeit aktivierbares Feature angelegt (EV-/OV-Zertifikat + signtool), war aber über weite Strecken der Beta-Phase standardmäßig ausgeschaltet. Ob dein Download signiert ist, prüfst du am zuverlässigsten selbst: Rechtsklick auf die Exe → Eigenschaften → Reiter „Digitale Signaturen". Ist unsigniert, kann Antivirus-Software die Tools als verdächtig markieren.

Typische False-Positives:

  • Windows Defender SmartScreen: blockiert beim ersten Start. Lösung: « Weitere Informationen » → « Trotzdem ausführen ».
  • Windows Defender (Echtzeitschutz): löscht oder isoliert die Exe in seltenen Fällen. Lösung:
    1. Windows-Sicherheit öffnen.
    2. Viren- und Bedrohungsschutz → Schutzverlauf.
    3. Den Chatlix-Eintrag finden, « Aktionen » → « Zulassen ».
    4. Falls die Exe schon gelöscht wurde: neu herunterladen.
  • Drittanbieter (Kaspersky, Bitdefender, ESET, Avast, AVG): bisher unsystematisch getestet — nur Defender gilt intern als sauber geprüft. Bei Alarm: im jeweiligen Quarantäne-Bereich freigeben und einen Pfad-Ausschluss für den Installations-Ordner setzen. Melde uns Vendor-Name + exakte Meldung über Support/Discord, damit der Hash beim Hersteller gemeldet werden kann.
  • Firmen-Antivirus mit ML-Heuristik / EDR (z. B. CrowdStrike, SentinelOne): kann frische unsignierte Builds härter blocken als Consumer-Defender, teils ganz ohne „Trotzdem ausführen"-Option. Workaround: IT um explizite Ausnahme für den Installationsordner bitten.

Beispiel-Ausschluss für Windows Defender per PowerShell (als Admin):

Add-MpPreference -ExclusionPath "$env:LOCALAPPDATA\Programs\Chatlix Connect"
Add-MpPreference -ExclusionPath "C:\Tools\ChatlixConnect"
Add-MpPreference -ExclusionPath "C:\Tools\ChatlixGameWatcher"

(Der erste Pfad gilt für die Setup.exe-Installation, die beiden anderen für die klassische ZIP-Installation — je nachdem, welche du gewählt hast. Details zu beiden Installationswegen: Seite Connect-Installation auf Windows.)

SSL / TLS-Inspektion in Corporate-Netzen

Wenn deine Firma einen TLS-inspizierenden Proxy einsetzt (z. B. Zscaler, Forcepoint, Palo Alto mit SSL-Decrypt), kann der WebSocket zu ws.chatlix.app scheitern, weil viele dieser Proxies WSS-Upgrades nicht sauber durchreichen. Symptome:

  • Connect zeigt „Verbunden" und kurz darauf wieder „Trennung", in Schleife.
  • Logs (logs\connect.log im Programmordner oder %APPDATA%\chatlix-connect\logs\) zeigen WebSocket error 1006.

Lösung: IT bitten, ws.chatlix.app und api.chatlix.app von der TLS-Inspection auszunehmen.

Reconnect-Stürme

Bei flackernder Internetverbindung (z. B. instabiles WLAN) versucht Connect, sich neu zu verbinden. Das ist Absicht — du willst keinen Live-Stream verlieren wegen eines kurzen Drops. Connect hat dafür eine eigene Reconnect-Hardening-Logik inklusive eines „Wake-Watcher", der erkennt, wenn der PC aus dem Standby kommt, und den ersten Reconnect entsprechend verzögert, statt sofort in eine Fehlerschleife zu laufen. Trotzdem kann sich das bei dauerhaft instabiler Verbindung wie erhöhte CPU-Last anfühlen — in den Logs erkennbar am Muster ws:reconnect_storm.

Die Backoff-Zeiten selbst (intern 1s/2s/5s/10s, gedeckelt bei 30s sobald ein Reconnect-Storm erkannt wird) sind fest einprogrammiert und in den Connect-Einstellungen nicht einstellbar — korrigiert, eine frühere Version dieser Seite behauptete fälschlich einen einstellbaren „Verbindungs-Backoff"-Regler. Was es gibt: einen einfachen Ein/Aus-Schalter für Auto-Reconnect in den Einstellungen.

Logs für den Support

Statt Logs manuell zu zippen, nutze das eingebaute Diagnose-Bundle: Doppelklick auf ChatlixConnect Diagnose exportieren.bat im Programmordner erzeugt eine TXT unter diagnostics\. Tokens, OBS-Passwörter, Cookies und volle Windows-Nutzerpfade werden automatisch maskiert und sind sicher zum Weitergeben. Nicht automatisch gefiltert: eigene Klarnamen in Labels und Query-Token in Webhook-URLs — vor dem Versenden kurz selbst reinschauen. Alternativ die reinen Log-Dateien unter logs\ zippen und anhängen.

Siehe auch: Seite Connect-Installation auf Windows (Setup vs. ZIP, Troubleshooting) und Seite System-Voraussetzungen (Versionen, Architektur).